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Bundesliga-Quali-Spieltag am kommenden Samstag ab 14 Uhr in der Eversbuschhalle. Eintritt frei!

Freiwurf – 3 Meter Abstand – Gedanken zur Lage

Rainer Auflegers Kolumne rund um den Handballsport beim TSV Allach


19. April 2022
Freiwurf Nr. 6
 – Rainers Kolumne

Heute: Herren1
  - auf nach Gräfelfing!

Auf nach Gräfelfing!

Kommenden Samstag, 23.April, 19.30 Uhr,

HSG Würm-Mitte gegen TSV München-Allach 09
Halle:

Adalbert-Stifter-Strasse 4

82166 Gräfelfing

Es geht zwar einerseits um die inoffizielle “Würm-Meisterschaft“, aber vor allem geht es um eine weiterhin gute Ausgangsposition für den Aufstieg in die Bayernliga.

Habt ihr vergangene Woche beim Fußball die Fans von Eintracht Frankfurt in Barcelona gesehen? Die mitgereisten Fans machen eine Riesenstimmung. Das machen wir auch! Das ist dann zwar nachgeahmt, aber brutal wichtig als Anfeuerung für unser Team.

Lasst uns ein Heimspiel draus machen!!!

 

Rainer Aufleger – Jahrgang 55 – seit 1974 beim TSV Allach. Vormals Spieler und Trainer. Jetzt Fan (besser: manchmal leidender Fan).
Kritischer, aber immer wohlwollender Begleiter dieses Vereins.
19. April 2022
Freiwurf Nr. 5
 – Rainers Kolumne

Handball-Super-Sunday in der Halle an der Eversbuschstrasse – mB1, mA1-Bundesliga, H1

Teil 1 

mB1: Aus im Pokal gegen Magdeburg mit erhobenem Haupt und Vorfreude auf die Bundesliga.

Der Pangerl Manni – Allacher Handballurgestein, vollkommen unverdächtig jedweder Übertreibung und seltener Gast in unserer Halle - stellt nach 10 Minuten mit offenem Mund fest: „Das ist ja der Wahnsinn dieses Tempo“, nach weiteren 10 Minuten: „ist das wirklich B-Jugend?“

Nach einer langen, vollkommen untypischen Vorbereitung, mehreren Trainerwechseln, viel Unruhe von außen mit einem weit überdurchschnittlichen Elternengagement … dies alles wurde von der mB1 im Pokalspiel gegen das Nachwuchselite-Internat aus Magdeburg von den Jungs weggesteckt. Sie wollten endlich zeigen, was in der Mannschaft steckt, wenn es wirklich um die Wurst geht. Schon der Dämpfer in Erlangen holte manche Jungs gottseidank auf den Boden zurück. Mit den Magdeburgern kam nun in der Pokalrunde (16tel-Finale) ein Team nach Allach, das in einem der renommiertesten Handball-Internate Deutschlands geformt wurde. Unterschiede wurden zwar recht schnell sichtbar. Alles ginge seinen Gang – dachten wir. 40. Minute 16:21! Doch dann passierte das, was unsere Teams seit 3 Jahren auszeichnet: „Sich-ins-Schicksal-ergeben“ NO!

Es begann eine Aufholjagd vor dem Herrn. Was da in den letzten 20 Minuten abging, eine Mega-Moral auf dem Platz und Gänsehaut auf der ganzen Tribüne (Trommler, Flo Lukas, die Auswechselbank, die mA1-Spieler, die Wischer, die Skeptiker und die Pessimisten … ). Doch es kam so, wie es – quasi schicksalhaft – kommen musste. Ein vergebener Allacher Siebenmeterwurf (Chance zum Ausgleich) 10 Sekunden vor Schluss, der das dramatische i-Tüpfel dieses großen Handballspiels setzte.

Und dann tanzte Magdeburg!

Und dann traten die Unseren erhobenen Hauptes vor die Tribüne und sie standen da und klatschen und wir – auch der Pangerl Manni - standen da und klatschten …

Jungs, ihr wart großartig!

Ausführlicher Spielbericht unter …

https://www.tsvallach.de/news/445/227/Qualifikation-Deutsche-Meisterschaft-10.04.22-mB1-SC-Magdeburg-2122-712.html

 

Rainer Aufleger – Jahrgang 55 – seit 1974 beim TSV Allach. Vormals Spieler und Trainer. Jetzt Fan (besser: manchmal leidender Fan).
Kritischer, aber immer wohlwollender Begleiter dieses Vereins.
15. März 2022
Freiwurf Nr. 4
 – Rainers Kolumne



heute: 
mB1 weiter in der Erfolgspur – Nachtrag Elias Newel – Heimspieltage als Treff

mB1 – Mehr geschüttelt als gerührt!

Spitzenspiel in Friedberg erfüllt die Erwartungen: Andi coacht das Team zum Sieg!



vorab: ein Riesenkompliment an die Jungs der mB1! Sie siegten in Friedberg vergangenen Samstag mit 5 Toren Differenz. In einer starken Phase des Gegners, wo das Spiel hätte kippen können, erwiesen sich unsere Jungs als sehr nervenstark. Denn auch dieses Spiel war wieder von widrigen Begleiterscheinungen geprägt. Umso stärker ist die Leistung einzuschätzen. Was die mB1 in dieser Spielzeit bisher wegstecken musste, ist schon besonders. Besonders war in Friedberg auch wieder einmal das Coaching von Andi Krauß, der diesmal wieder allein verantwortlich war. Wie sooft in den letzten 3 Jahren gab er seinen Mannschaften die richtigen taktischen Anweisungen mit. Längst ist er zur Vaterfigur des Allacher Nachwuchs-Projekts geworden.

Wie geht’s weiter? Zusammen mit den Frankenjungs aus Erlangen sind wir für die Endrunde der Deutschen B-Jugend – Meisterschaft qualifiziert. Ganz nebenbei gibt es am kommenden Samstag in Erlangen das Finale um die Bayerische B-Jugend-Meisterschaft.

Elias-Newel Score

Man mag Statistiken mögen oder auch nicht. Aber das Kunststück, in 4 aufeinander folgenden Spielen 10 Tore und mehr (pro Spiel) zu schießen, ist keine reine Statistik im üblichen Sinn. (Der Autor selbst, der sich seinerzeit auch an diesem Sport versuchte, brauchte für 10 „Buden“ bis Weihnachten.)

Heimspieltage wieder als Treff nutzen



Jetzt über die Erfolge der Allacher Handball-Sportler zu schreiben, fällt angesichts eines Krieges in Europa schon etwas schwer. Über die bisherigen Erfolge und die weiteren Termine der einzelnen Teams können Sie sich an anderer Stelle auf der Homepage informieren. Da Zuschauer wieder erlaubt sind, wollen wir wieder an die Vor-Coronazeiten anknüpfen und einen Heimspieltag als Treff nutzen.

 

Rainer Aufleger – Jahrgang 55 – seit 1974 beim TSV Allach. Vormals Spieler und Trainer. Jetzt Fan (besser: manchmal leidender Fan).
Kritischer, aber immer wohlwollender Begleiter dieses Vereins.
25. Februar 2022
Freiwurf – Nr.3 
Rainers Kolumne

heute: wB1 - mA1-JBLH – „Steff Seitz-Spezial“




wB1:

gewonnen gegen Forchheim 24-20

Allachs weibliche B1 findet jetzt richtig rein in die Saison. Nach der blöden Niederlage in Laim haben unsere Mädchen jetzt Fahrt aufgenommen und gegen die eigentlich körperlich stärkeren Forchheimerinnen gewonnen.


Ausschlaggebend: eine grandiose Abwehrleistung (vor allem in der zweiten Halbzeit) und eine saugeile Mentalität. Die Gegenstöße nach erzwungenen Ballverlusten der Forchheimerinnen waren der entscheidende Faktor für diesen Sieg. Forchheim wurde mit der Zermürbungstaktik, die Thomas Münchow seinen Mädels eingebläut hatte, nicht fertig. Apropos Thomas: der sprang an der Seitenlinie hin und her wie ein Junger, gestikulierte mit erhobenen Armen, Zeitspiel fordernd, ballte die Fäuste und war nach dem Spiel heiser, aber glücklich.


So, wie geht’s jetzt weiter? Einerseits werden jetzt nach und nach die Einschränkungen für Zuschauer gelockert, andererseits ist die Saison bald zu Ende.

Für die kommende Saison kann ich euch, die ihr den Handballsport liebt, nur raten: Schaut euch diese Truppe an. Das Team bleibt fast geschlossen zusammen. 


Kommt ab September zu den Spielen der wB1, ihr werdet es nicht bereuen. Da kann was Großes heranwachsen.

mA1: 

noch ein Sieg und wir sind wieder qualifiziert für die Endrunde zur deutschen Meisterschaft, jetzt kommen die do-or-die-Spiele - auch in die Eversbuschhalle.

„Du kommst“ steht auf dem großformatigen Poster am Haupteingang der Sporthalle an der Eversbuschstrasse. Es stammt aus dem ersten Jahr der Zugehörigkeit unserer A1 zur JBLH (Saison 2019/2020). Damals zwar als letzte Mannschaft qualifiziert, aber wir waren dabei – und das sehr erfolgreich! Dann kam Corona und beendete abrupt den Allacher Höhenflug. In Erinnerung bleiben für mich neben vielem anderen der Schlafanzug von Bob Hanning, die Innenvereidigung Hübner/Riesner, der Haken von Vitus Baumgartner. So was hab ich in Allach auf diesem Niveau noch nie gesehen. Halt mal: der Winkelmeier-Flocki und der Müller-Franze auf dem Großfeld konnten das auch … anno 1967. Tempi passati!

Die Allacher A1-Jungs etablierten sich in der obersten Spielklasse. Im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur Bundesliga ist die Lage derzeit so zu beschreiben:

Die Späher aus den deutschen Großvereinen, sowie die Spielerberater haben schon genug gesehen und bekommen, was sie wollten: Die Spreu hat sich vom Weizen getrennt. Die Vertragsverhandlungen für die Top-Talente laufen bereits oder sind sogar schon abgeschlossen. Die anstehende Endrunde wird dadurch entwertet! Ist das so? Nicht ganz! Elias-Walli-Florian und all die anderen tollen Sportler von Niederraunau bis Fürstenfeldbruck haben Blut geleckt und wollen jetzt ganz oben landen. Die haben das sog. Momentum auf ihrer Seite. Und wir, das Publikum, auch: Die Stimmung in der Allacher Halle war vor Corona in aller Munde. Und das Plakat am Halleneingang „Ihr kommt!“ ist jetzt modifiziert zu „Ihr kommt jetzt alle wieder“. Näheres – u.a. die Modalitäten des Ticketerwerbs - zum weiteren Verlauf der deutschen Meisterschaft in den nächsten Tagen auf der Homepage.

Steff Seitz

Vor ca. 3 Wochen hatte die Familie Seitz Kioskdienst! Steff hatte sich am Nachmittag ein paar Stunden freigeschaufelt, keine Verpflichtungen, kein Training, kein Spiel. Er wollte den Dienst am Kiosk übernehmen. Auf dem Weg vom Bauschweg zur Halle klingelte sein Handy. Bei Erlangen hatte sich beim Training vor dem Pokalspiel in Gummersbach ein Linkshänder verletzt. „Egal, Steff, wo du bist, egal, was du machst, komm sofort nach Gummersbach!“ … und so wartet der hungrige Autor bis heute auf eine Salami-Semmel ala Steff.

2. Februar 2022
3 Meter Abstand – Gedanken zur Lage

Nach langer, langer Zeit konnte die Handball-Saison 2021/2022 wieder weitergeführt werden. Alle Mannschaften nahmen den Spielbetrieb wieder auf. (Sondersituation bei der männlichen A1-Jugend-Bundesliga: die spielten durch, da sie beim DHB dem Profibetrieb und dessen Terminplanungen unterliegen – allerdings ohne Zuschauer). Und – noch besser – diesmal sind Zuschauer in der Eversbuschhalle unter GG+ Bedingungen in  begrenzter Zahl zugelassen.

Zum Sport:

Die Allacher Mannschaften starteten durchwegs sehr vielversprechend. Stellvertretend die weibliche B1-Jugend  mit ihrem Kantersieg 35:15 gegen den Rivalen von Würm-Mitte. Da wird doch gleich mal eine Marke gesetzt! 

Dies tat auch die männliche A1-Jugend im Bundesligaspiel gegen Schwetzingen. Während die Surfer auf der perfekten Welle reiten und die Dressurreiterinnen Piaven und Traversen aneinander reihen, dass es gerade so kracht, haben unsere A1-Jungs die perfekte Halbzeit gespielt. 3 Gegentore in der ersten Halbzeit! Zitat Bundestrainer Gislason: „Hey Jungs, das war schon ganz gut!“ So oder so ähnlich hätte er gelobt, wenn er da gewesen wäre. Leider war er nicht da. Er hat was versäumt. Dafür war Steff Seitz da, unser Allacher U19-Europameister und Bundesligaprofi bei Erlangen. Total entspannt, total geerdet.

Ach ja: Der Archivar musste weit zurückgehen in der Geschichte des TSV München-Allach, etwas ähnliches zu finden. Fündig wurde er in der Handball-Großfeldsaison 1968:  Da endete ein Spiel München-Allach gegen München-Milbertshofen kurios 3:3! Starker Regen und eine ekelhafte Verzögerungstaktik Milbertshofens mit ihrem ewigen Zeitspiel waren der Hintergrund.  (Anmerkung: die heutigen Regeln rund um das Passiv-Spiel gab es noch nicht.)

Sonst noch? Sonst noch: der erste Meistertitel flattert gerade noch herein - der „Corona-Spielplan“ macht´s möglich: die männliche C1 ist nach 2 Siegen am vergangenen Wochenende Südbayerischer Meister. Sie hat die bis dato ungeschlagenen Schleißheimer eindrucksvoll besiegt und gleich am nächsten Tag in Niederraunau nochmal kurz die „Muckis“ gezeigt. Und ein Spieler (Jan) hat in diesen beiden Spielen zusammen 30 Tore erzielt. Spektakulär! Da fällt dir nichts mehr ein. Da müßte man mal im Archiv …