Menü
TSV-News im Detail
Sept. 17, 2026 •Kategorie: mC1
Saisonvorbereitung für die mC1 im Revier der Füchse Berlin

Zum Abschluss einer intensiven Vorbereitung wartete am letzten Ferienwochenende noch einmal ein ganz besonderes Highlight. 

WhatsApp Image 2026-09-16 at 16.05.26.jpeg

 

Die neu formierte mC1 des TSV München-Allach hatte sich für die Qualifikation im Frühjahr eigentlich ein großes Ziel gesetzt: die Regionalliga.  Die erste Quali-Runde kam für die Allacher Jungs wohl noch etwas zu früh, sodass es dort noch nicht ganz reichte. In der anschließenden Oberliga-Quali folgte dafür ein klarer Durchmarsch.

Nun können die Jungs mit einem ebenso klaren Ziel in die Saison 2026/27 starten: Der Titel in der Oberliga Süd soll nach Allach. Zum Abschluss einer intensiven Vorbereitung wartete am letzten Ferienwochenende noch einmal ein ganz besonderes Highlight. Trainer Andi hatte für seine Mannschaft ein Testspiel gegen die C1 der Füchse Berlin organisiert. Eine Gelegenheit, sich kurz vor dem Saisonstart mit einem der renommiertesten Nachwuchsprogramme Deutschlands zu messen. Bereits am Freitagmorgen machte sich die Mannschaft mit dem ICE auf den Weg in die Hauptstadt. Für eine Bahnfahrt fast schon verdächtig problemlos erreichten die Jungs Berlin, brachten zunächst ihr Gepäck in der Unterkunft unter und starteten anschließend direkt ins Hauptstadtprogramm. Natürlich durfte dabei eine Berliner Currywurst ebenso wenig fehlen wie ein wenig Sightseeing. Am Samstag begann der Tag etwas entspannter. Am Vormittag stand zunächst eine Führung durch das Leistungszentrum der Füchse Berlin auf dem Programm. Mit dabei war Florian Zinn, ein Allacher Eigengewächs, das inzwischen den Schritt nach Berlin gewagt hat und in das renommierte Nachwuchsinternat der Füchse durchlaufen hat. Für die Jungs war es besonders spannend, von ihm aus erster Hand zu erfahren, wie der Alltag in einem der führenden Nachwuchsleistungszentren Deutschlands aussieht. Am Nachmittag wurde es dann auch sportlich interessant. Bei den ersten Punktspielen der neuen Saison konnten die Allacher ihre Gastgeber schon einmal genauer unter die Lupe nehmen. Zunächst setzte sich die C1 der Füchse mit 30:28 gegen den HC Empor Rostock durch. Anschließend gewann die B2 der Berliner deutlich mit 43:19 gegen den Eisenbahner Sportverein Schwerin. Spätestens danach war jedem klar: Am Sonntag wartet ein richtig harter Brocken. Abschrecken ließ sich davon allerdings niemand. Am Abend hatten die Jungs noch etwas Zeit für sich und konnten rund um den Hackeschen Markt Berlin auf eigene Faust erkunden. Zum Abschluss des Tages durfte auch die zweite Berliner Spezialität des Wochenendes nicht fehlen: ein Döner. Am Sonntagmorgen ging es früh in Richtung Füchse Town. Schon beim Aufwärmen war zu erkennen, dass die Allacher die Partie keinesfalls als lockeren Ferienabschluss betrachteten. Gleichzeitig zeigte auch das kompakte und hochkarätige Aufgebot der Berliner, dass die Füchse diesen Test durchaus ernst nahmen. Von Beginn an zeigte die Allacher mC1, dass sie nicht nach Berlin gekommen war, um sich nur anzuschauen, wie Handball auf diesem Niveau gespielt wird. Mit dem ersten Treffer der Partie gingen die Jungs sogar mit 1:0 in Führung. Die Füchse antworteten zwar schnell und drehten das Spiel auf 3:1, doch Allach blieb dran, glich zum 3:3 aus und hielt die Partie auch beim 5:5 völlig offen. In der achten Minute musste die Mannschaft dann einen ersten Rückschlag verkraften. Nach einem schnellen Gegenstoß verletzte sich Niklas und konnte nicht weiterspielen. Trotzdem ließen sich die Jungs zunächst nicht aus dem Rhythmus bringen. Die Berliner vergaben einen 7-Meter, eroberten sich anschließend zwar noch einmal den Ball, scheiterten aber auch beim folgenden Gegenstoß. Nach zehn Minuten führte der TSV sogar mit 6:5. Auch zwei Minuten später lag Allach nach einer zwischenzeitlichen 7:5-Führung noch mit 7:6 vorne. Gerade in dieser Anfangsphase lieferten sich beide Mannschaften einen intensiven Fight und die Allacher spielten gegen den Nachwuchs der Füchse absolut auf Augenhöhe.Erst danach begann das Spiel langsam zu kippen. Beim Stand von 7:7 schlichen sich zunehmend Unkonzentriertheiten in den Allacher Spielaufbau ein. Ballverluste eröffneten den Füchsen immer wieder die Möglichkeit zum schnellen Umschalten. Auch in der Rückwärtsbewegung und Abwehrarbeit fehlte in einigen Situationen die letzte Konsequenz. Berlin nutzte diese Fehler konsequent und setzte sich bis zur 15. Minute auf 15:11 ab. Bis zur Halbzeit vergrößerte sich der Rückstand weiter. Mit 20:12 für die Füchse ging es in die Kabinen. Nach der Pause wurde auf Allacher Seite kräftig durchgewechselt. Alle 15 mitgereisten Spieler sollten gegen diesen starken Gegner ihre Einsatzzeit bekommen und die Gelegenheit erhalten, sich zu beweisen. Die Füchse hielten das Tempo jedoch weiter hoch. Über 21:13 und 24:15 wuchs der Vorsprung in den ersten Minuten der zweiten Hälfte weiter an. Allach kämpfte sich immer wieder zu eigenen Treffern und zeigte auch jetzt noch einzelne starke Phasen. Beim 25:17, 26:18 und 28:20 gelang es den Jungs mehrfach, gute Lösungen gegen die Berliner Defensive zu finden. Mit zunehmender Spielzeit machten sich die individuellen Fehler aber immer stärker bemerkbar. Die Füchse bestraften nahezu jeden Ballverlust mit ihrem schnellen Umschaltspiel und zogen über 33:20 schließlich deutlich davon. Beim Stand von 37:20 und noch fünf Minuten auf der Uhr nahm Allach noch einmal eine Auszeit. Am Ende stand ein klares 40:22 für die Füchse Berlin auf der Anzeigetafel. Das Ergebnis fiel deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ. Vor allem die ersten 15 Minuten zeigten, dass die Allacher gegen eine Mannschaft dieses Kalibers mithalten können. Gleichzeitig machte das Spiel deutlich, wie konsequent Fehler auf diesem Niveau bestraft werden. Genau dafür war dieser Test gedacht: kurz vor Saisonbeginn noch einmal gegen einen starken Gegner gefordert zu werden und zu sehen, woran in den kommenden Wochen weiter gearbeitet werden muss. Nach dem Spiel und einer wohlverdienten Stärkung war der Handballtag noch lange nicht vorbei. Die Jungs nutzten die Gelegenheit, sich auch das Vorrundenspiel der Jugendbundesliga zwischen der B-Jugend der Füchse Berlin und dem HC Elbflorenz anzusehen. Mit 44:33 behielten die Berliner auch hier die Oberhand und lieferten den Allachern noch einmal hochklassigen Jugendhandball zum Abschluss eines intensiven Wochenendes. Am Abend ging es schließlich zurück in Richtung München. Dieses Mal verlief die Bahnfahrt nicht ganz so störungsfrei wie auf dem Hinweg. Eine besonders wichtige Nachricht erreichte die Mannschaft aber noch während der Rückfahrt: Bei Niklas gab es nach seiner Verletzung Entwarnung. An dieser Stelle noch einmal gute Besserung, Niklas! Ein großes Dankeschön geht an Andi, Klaudija und Michael für die Organisation der Berlin-Reise sowie an alle Betreuer, die dieses besondere Wochenende und die vielen Eindrücke für die Jungs möglich gemacht haben. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der C1 nun nicht. Bevor am Sonntag, 20. September 2026, um 15:15 Uhr in der Halle an der Eversbuschstraße mit dem Heimspiel gegen den TSV Schleißheim die neue Oberliga-Saison beginnt, wartet am Donnerstag noch der letzte Test der Vorbereitung. Gegner sind die Handballer des FC Bayern München.