Rückblick auf die Saison 2025/26 in der BOL mB
Mit dem gestrigen Heimspiel gegen die HSG Würm-Mitte ist für die männliche B3 die BOL-Saison 2025/26 zu Ende gegangen.
Blickt man auf die nackten Zahlen, war es keine erfolgreiche Saison - 2:30 Punkte, Tordifferenz -149, Tabellenletzter - und die Zahlen lügen nun einmal nicht. Irgendwie passt es auch zu dieser Saison, dass ausgerechnet beim einzigen Sieg die eigenen Trikots gefehlt haben und man die heißersehnten Punkte im geliehenen Outfit der Blumenauer Herrenmannschaft feiern musste... unsere Allacher Sponsoren mögen uns bitte das "Fremdgehen" auf dem obigen Foto verzeihen, das war nun einmal das Bild mit den fröhlichsten Gesichtern. :-)
Ein etwas genauerer Blick aufs Zahlenwerk gibt recht klare Hinweise auf die Ursachen. Mit 488 geworfenen Toren - gut 30 pro Spiel - liegt die Mannschaft im Mittelfeld der Liga, mit der Offensivleistung kann sie sich also im Umfeld der BOL durchaus sehen lassen. Deutlich Luft nach oben war dagegen im defensiven Bereich, mit 637 kassierten Toren - also fast 40 pro Spiel - gibt es natürlich keine Chance auf eine Platzierung im vorderen Teil der Tabelle. (Zwar stammten 103 Gegentore allein aus den beiden Spielen gegen die HSG Isar-Loisach, die allen anderen Mannschaften so klar überlegen war, dass sie eigentlich in die Oberliga gehört hätte - aber selbst wenn man diese Spiele rausrechnet, sind es immer noch im Schnitt >38 Gegentore.) Ein erheblicher Teil davon resultierte aus zu langsamem Rückzug nach eigenen Toren oder Ballverlusten - dieses Problem konnte die ganze Saison über nicht wirklich abgestellt werden. Soweit zu den "hausgemachten" Ursachen.
Eine wichtige Rolle für den Saisonverlauf spielte allerdings auch die Zusammensetzung des Kaders. Während der Qualifikation hatte die mB3 in allen drei Runden jeweils Unterstützung von mehreren starken Spielern, die dann in der eigentlichen Saison nicht mehr zur Verfügung standen, weil sie in der mB2 eingesetzt wurden. (Die im Juli 25 von Verbandsseite beschlossene Ausweitung des zulässigen Kaders pro Spiel von 14 auf 16 Spieler war dabei ein wichtiger Faktor.) Schon mit diesen Spielern war das Erreichen der BOL in der Quali eine knappe Sache. Ihr anschließendes Fehlen machte sich insbesondere auf Rückraum Mitte klar bemerkbar, teilweise auch auf anderen Positionen. Die Spiele, in denen die Stammmannschaft mit Spielern aus der mC oder nicht festgespielten Spielern aus der mB2 verstärkt werden konnte, waren tendenziell die besseren, in erster Linie weil das Aufbauspiel tempo- und variantenreicher ablief.
Auf der positiven Seite ist festzuhalten, dass der tatsächliche Leistungsunterschied zu den Konkurrenten in der Liga bei weitem nicht so groß war, wie die Zahlen vermuten lassen. Viele der Spiele waren eng und es fehlte nicht viel zum Punktgewinn - immerhin 6 Spiele wurden mit ≤ 5 Toren Rückstand verloren, weitere 3 noch mit <10 Toren Rückstand. Häufig war es bis kurz vor Abpfiff eng und erst in den letzten Minuten war die Luft raus, oder es war eine vorübergehende Schwächephase um die Pause herum, die danach nicht wieder ausgeglichen werden konnte.
Vor allem ist aber erfreulich, dass viele Spieler quer durch den gesamten Kader sich deutlich weiterentwickelt haben. Manche Spieler konnten auf ihrer jeweiligen Stammposition mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, so dass plötzlich regelmäßig Dinge gelangen, die sie vorher vielleicht gar nicht versucht hätten. Wieder andere konnten sich auf neuen Positionen ausprobieren (oft auch gezwungenermaßen wegen des schlanken Kaders) und dort unerwartete Erfolge erzielen. An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank dem Trainerteam Jo und Simon, die den Jungs diese Chancen gegeben haben und sie in toller Art und Weise dabei unterstützt haben, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.
Unbedingt hervorgehoben werden muss der Zusammenhalt und die unverwüstliche positive Energie in der Mannschaft. Der Saisonverlauf hätte ja reichlich Gelegenheiten geboten, frustriert zu sein und in schlechte Stimmung zu verfallen. Davon war allerdings nichts zu spüren - auch wenn es immer wieder Dämpfer gab, haben sich die Jungs niemals die Stimmung vermiesen lassen oder irgendwelche Spannungen innerhalb des Teams aufkommen lassen. Das ist ein starkes Zeichen sowohl für die individuelle Motivation jedes einzelnen als auch für den Gemeinschaftssinn und den gegenseitigen Respekt in der Mannschaft. Hut ab!
Auch wenn das sportliche Ergebnis nicht ganz so ausgefallen ist wie erhofft - es war eine schöne Saison und es hat Spaß gemacht, dabei mitzufiebern!
Nun werden die Karten neu gemischt - der bisherige Kader wird sich auf die neue mA2, mB2 und mB3 verteilen, die B-Jugend wird wie üblich Verstärkung aus der bisherigen mC bekommen.
Für die anstehende Quali wünschen wir allen Spielern und dem Trainerteam mit ihrer neuen Mannschaft viel Erfolg!