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Feb. 9, 2024 •Kategorie: mC1
Spielbericht Bayernliga mC 04.02.2024: HSC 2000 Coburg - TSV Allach 09 35:41 (16:22)

Auswärtssieg in Coburg

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Im Folgenden ein ausführliches Interview mit dem Trainer unserer mC1 - Christian Berger  u. a. über das Spiel gegen Coburg

 

Wie schätzt du Eure Chancen in der Meisterrunde ein? Und bist du mit dem bisherigen Verlauf der Runde zufrieden?

„Nach den ersten Spielen der Meisterrunde habe ich das Gefühl, dass das Niveau im Süden noch ausgeglichener war als im Norden. Wir sind auf dem 2. Platz aus dem Süden in die Meisterrunde eingezogen und freuen uns, nun gegen Gegner wie Erlangen, Coburg und Rimpar zu spielen. Jede dieser Mannschaften ist schlagbar, aber wir brauchen schon einen richtig guten Tag. Erlangen kam mit 0 Minuspunkten ungeschlagen in die Meisterrunde und zählt sicher wie jedes Jahr zum Favoritenkreis um die Bayerische Meisterschaft. Wir möchten in jedem Spiel unsere beste Leistung zeigen und dann am Ende sehen, wo die Reise hingeht. Natürlich spielt es uns in die Karten, dass Trudering gegen Erlangen am vergangenen Wochenende gewonnen hat, dennoch müssen wir uns auf uns konzentrieren und unsere Arbeit erledigen. Der Rest wird sich von selbst regeln. Nachdem wir Erlangen den ersten Minuspunkt zufügen konnten, hat uns das sicher noch mehr motiviert im Folgespiel auswärts gegen Coburg. Was wir hier abgeliefert haben, war wieder einmal eine sehr starke Leistung. Mit 3:1 Punkten aus den Spielen gegen Erlangen und Coburg bin ich somit sehr zufrieden mit meinem Team.“

Was hat Euch mit dem Gegner HSC Coburg erwartet?

„Die Coburger sind mit 6 Minuspunkten in die Meisterrunde eingezogen. Zwar sind das 3 Niederlagen, doch betrachtet man diese genauer, waren davon zwei gegen Erlangen mit jeweils nur einem Tor. Solche knappen Spiele sind doppelt ärgerlich. Dazu kam ein schlechter Tag gegen Rimpar und schon ziehst du mit 6 Minuspunkten in die Meisterrunde ein. Dennoch ein harter Brocken, mit den wir gerechnet hatten. Mit seinen vielen BHV-Auswahl Spielern ist das Team von Niels sehr gut eingespielt und körperlich sehr präsent und robust. Es galt, das Tempospiel, die wurfstarken Rückraumspieler und das Zusammenspiel mit dem Kreis zu unterbinden. Nahezu auf allen Positionen ist Coburg gefährlich. Gute Schützen aus dem Rückraum, spielstarke Zweikampfspieler und ein sehr agiler Kreis. Dazu eine meist offensivere 3:3 Abwehr. Das hatten wir im Vorhinein erwartet.“

Wie lief die Vorbereitung auf das Spiel gegen Coburg und die lange Auswärtsfahrt?

„Nachdem uns klar war, was auf uns zukam, wurde in der Woche vorher einiges an Zweikämpfen geführt, um die Körperlichkeit ins Rampenlicht zu rücken. Ebenso wurden einige Dinge gegen eine offensive Abwehr geübt und weiter vertieft. Schön war auch, dass wir auf alle im Kader zugreifen und entsprechend das Training planen konnten. Mit großer Unterstützung von Andi Feulner und Tobi Hübner konnten diese Inhalte im Training durchgeführt werden. Die Jungs waren taktisch also bestens vorbereitet. Wie die Jungs allerdings an dem Tag drauf sind, können wir als Trainer wenig beeinflussen, gerade nach einer so langen Auswärtsfahrt. Das ist dann meist ein „Glücksspiel“. Nachdem wir aber frühzeitig losgefahren sind und vor Ort noch eine Essenspause (Bolognese) beim Italiener einlegen konnten, waren wir auch hier entsprechend vorbereitet. Danke an dieser Stelle an das Orga Team.“

Wie habt ihr es geschafft, den Coburgern 41 Tore einzuschenken? Und warst du über die ganzen 50 min zufrieden?

„Gute Frage. Ich bin heute noch stolz auf die Leistung unseres Teams. Betonen möchte ich zunächst, dass ich froh bin, dass es unserem Bene wieder soweit gut geht, der ca. 5 min vor Schluss, nach Kontakt im Tempogegenstoß, mit einer leichten Gehirnerschütterung nach dem Spiel kurz ins Krankenhaus musste. Das war sicher eine der größten Herausforderungen an diesem Tag, den bis dato erspielten Vorsprung trotz des Ausfalls von Bene zu halten. Aber an dem Tag war erneut das Team zur Stelle und hat den Sieg verdient nach Hause gefahren. Wir sind nach kurzen Anfangsschwierigkeiten (4:2) mit 6:10 in Führung gegangen und konnten bis zur Pause auf 16:22 erhöhen. 22 Tore in einer Halbzeit, auswärts gegen Coburg - das zeigt, was für eine Durchschlagskraft wir an diesem Tag hatten. Eigentlic möchte ich keine einzelnen Spieler hervorheben, doch was unser Bene Woche für Woche in der Abwehr zeigt, ist allerhöchstes Niveau. Auch Ludwig, der konstant seine Leistung zeigt, konnte mit 16 Toren aus 17 Versuchen glänzen, Respekt! Dazu kommt die Leistung des Teams, nicht nur auf dem Feld. Auch wenn wir nach einer 9 Tore Führung (21:30; 32. Min) ein längeres Tief hatten und Coburg nach einem TTO nochmal auf 30:32 aufschließen konnte, behielten wir die Nerven, überwanden das Tief und spielten wieder unseren Stiefel herunter. Am Ende, trotz Ausfalls von Bene, gewannen wir verdient mit 35:41. Mein Dank geht an dieser Stelle auch nochmals an die Betreuer von Coburg für die medizinische Hilfe und Unterstützung während und nach dem Spiel“

Wie ist der Ausblick auf die nächsten Wochen und das nächste Spiel, erneut gegen Coburg?

„Wir sind nun aktuell auf einem Hoch, das es gilt zu halten. Dabei spielt die Motivation und der Ehrgeiz eines jeden Spielers eine sehr große Rolle. Wer nun meint, sich ausruhen zu müssen ist fehl am Platz. Das direkte Rückspiel am Sonntag in den Ferien gegen Coburg wird erneut ein noch größerer Brocken. Coburg möchte sich sicher von einer ganz anderen Seite zeigen, als sie  in ihrem Heimspiel aufgetreten sind. Nach dem Spiel hat es sicher gekracht in der Kabine. Coburg wird seine Spielweise nicht groß umstellen, dennoch werden wir Kleinigkeiten ändern müssen, um es den Coburgern im Rückspiel bei uns in der eigenen Halle erneut so schwer wie möglich zu machen. Die Voraussetzungen mit Ferien sind zwar nicht ideal, aber auch ein wenig Pause und Erholung schadet einzelnen Jungs sicher nicht. Die Jungs sind heiß und werden auch am Sonntag in den Ferien höchst motiviert sein, um weitere Punkte einzufahren. Wir müssen erneut Bestleistung zeigen, sonst wird es nicht reichen, auch nach so einem Hinspiel. Wir freuen uns drauf, dann auch die eigene Halle wieder hinter uns zu haben.“