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Jan 28, 2020 • Kategorie: wC1
wC1 Bericht von dem Turnier in Lund

Handballabenteuerreise nach Lund

Am 25.12.19 trafen wir uns um 22.00 Uhr abends am Münchner Hauptbahnhof, um in den Schlafwagen nach Hamburg zu steigen. Es dauerte einige Zeit, bis wir wussten, wie wir die Liegen beziehen und unsere ganzen Sachen in dem viel zu kleinen Abteil unterbringen konnten. Es dauerte bis weit nach Mitternacht bis tatsächlich Ruhe einkehrte. Am frühen Morgen wurden wir geweckt, um ein kleines Frühstück einnehmen zu können. Nach einem Aufenthalt in Hamburg, hatten wir kurze knackige Umsteigeverbindungen und als wir nach einer langen und beschwerlichen Fahrt in Lund ankamen, hatten wir österreichische, deutsche, dänische und schwedische Züge getestet.

Schnell bezogen wir unser Klassenzimmer, bereiteten die Schlafsäcke aus, gingen zu einem kurzen Abendessen und liefen dann zur Arena in Lund. Am Abend stand die große Eröffnungsfeier auf dem Plan. Die mit artistisch Darbietungen und Tanzeinlagen begann und mit dem Einzug der teilnehmenden Nationen abgerundet zu einer gelungenen Veranstaltung wurde.

Am nächsten Morgen konnten wir erst mal ausschlafen und haben dann gemütlich zu Mittag gegessen. Am späten Nachmittag standen dann die ersten beiden Spiele an. Im ersten Spiel war unser Gegner Höörs HK H 65 aus Schweden, das Match endete 23:17(13:7) für die Mädels aus Höörs. Gleich zu Beginn des Spiels erarbeiteten sie sich einen 4:1 Vorsprung und wir taten uns mit der Art, wie in Schweden Handball gespielt wird, nicht leicht. Körperlich betont und mit starken eins gegen eins Situationen brauchten wir eine Zeit lang, mit dieser Überraschung umzugehen und diesem Spiel etwas entgegenzusetzen.

Das zweite Match war das Heimteam von Lund und deutlich war die körperliche Überlegenheit zu spüren. Auch wussten die schwedischen Spielerinnen diese geschickt einzusetzen. Aber wir waren nicht mehr so überrascht über die 6:0 Abwehr wie im ersten Spiel und kämpften uns über unsere tolle Abwehrleistung zu einem knappen aber sehr verdienten Sieg mit 15:14(8:4).

An diesem Abend gingen wir noch zum Essen und wollten anschließend nur noch aufs Übernachtungszimmer. Am nächsten Tag durften die Handballspielerinnen am frühen Nachmittag ran was dazu führte, dass wir uns vormittags die Stadt Lund etwas anschauen konnten. Begeistert hat uns sowohl die Gastfreundschaft und die Kombination aus weltoffener Universitätsstadt und der gelebten positiven Handballverrücktheit.

Am Samstagnachmittag ab 14:00 Uhr stand das erste Spiel gegen IK Sävehof 2 aus Schweden auf dem Plan, was die Kleeblätterinnen 16:10(8:5) verloren haben. Die Schwedinnen habe uns mit einem schnellen und sehr zielgerichteten Spiel keine Chance gelassen und überzeugt gewonnen. Das zweite Spiel spielten wir gegen die ebenfalls aus Deutschland angereisten Mädchen der HSG Verden-Aller. Wir starteten furios, zur Halbzeit stand es 10:9 für uns. Doch leider konnte das hohe Tempo nicht gehalten werden und die Verder-Allerinnen konnten sich immer weiter absetzen, was mit einem Endstand von 20:16 für die Gegnerinnen endete. Leider machten sich bei uns hier erste Verletzungen und Erkältungen bemerkbar.

Das dritte und letzte Spiel an diesem Tag fand gegen DHK Slavoj Zirovice aus Tschechien statt. Diese Mannschaft hat bis dahin ein überragendes Turnier gespielt und war nicht nur körperlich stärker sondern hinterließen auch den Eindruck ein stark eingespieltes Handballinternatsteam zu sein.

 


Mit viel Mut und Spielfreude gelang es uns, die erste Halbzeit ausgeglichen zu gestalten, es Stand zum Pausenpfiff 8:8. Gelungen ist das über unsere tolle Abwehr und der Freude am eigenen Können. Auch ohne tschechisch zu verstehen war an der Körpersprache der Trainer klar zu erkennen, dass sie mit dem Spiel ihrer Mannschaft nicht zufrieden waren. Diese hatten das Können, in der zweiten Halbzeit einen Gang höher zu schalten, was uns sehr beeindruckte und wir das Spiel dann mit 18:11 verloren.

Was für ein Erfolg, dem Turniersieger ein Halbzeitunentschieden abzuringen. Am Abend waren wir ziemlich groggy und glücklich über die eigene Leistung. Nach dem Abendessen schlüpften die immer mehr mit Erkältung und Verletzungen kämpfenden Mädchen müde und beeindruckt in die Schlafsäcke.

 


Die ersten zwei Turniertage sind eine Standortbestimmung im internationalen Vergleich und je nach Gruppenplatzierung spielt man dann im Playoff A, B oder C um den jeweiligen Sieg. Dass wir eine bärenstarke internationale Gruppe erwischt haben, zeigt sich daran, dass wir in unserer Gruppe nicht nur den Sieger der Playoff A Gruppe in unseren Reihen hatten, sondern auch die beiden Playoff B und Playoff C Finalisten Teile unserer Vorrundengruppe gewesen sind. Losglück – denn selten haben wir hier in München die Möglichkeit, uns auf so hohem Niveau zu messen!

 


Der dritte Tag in Lund stand ganz unter dem Motto, heute rocken wir die C-Playoffs.

Der erste Gegner waren alte Bekannte, die Spielerinnen von HT München. Hochmotiviert ging es zur Sache. Es war schön zu sehen, wie die noch fitten Spielerinnen Verantwortung übernahmen und das Spiel mit 19:13 beeindruckend und mit viel Spielfreude gewannen.

Das Viertelfinalte spielten wir gegen Ankaret 1, die Schwedinnen waren sehr schnell und konnten mit schnellen 1:1 Aktionen immer wieder glänzen, deshalb lag Allach zur Halbzeit 9:5 hinten. Über eine wieder bessere Abwehrleistung kämpften sich die Spielerinnen Tor um Tor heran und konnten das Spiel noch drehen. Am Ende stand ein 17:15 auf der Anzeigetafel und wir standen im Halbfinale.

Hier war unser Gegner Oliveo Handal aus den Niederlanden. Die Holländerinnen hielten lange das Spiel offen und es konnte sich keine Mannschaft absetzen, es ging immer hin und her. Bis zur Halbzeit stand es 9:9, aber anschließend machten wir ernst und spielten einen hervorragenden 22:16 Sieg raus. Das 1/2 Halbfinale war geschafft und nun stand nur noch das Finale an, hier mussten die Mädels aus Allach wieder gegen HSG Verden-Aller spielen.

Man kannte sich aus der Vorrunde – aber alle wollten unbedingt das Finale rocken. Die Mannschaft hatte sich zu dem Zeitpunkt schon stark dezimiert, trotzdem war uns das Glück hold. Finja, die sich auf der Hinfahrt am heißen Tee verbrüht hatte, erklärte sich für wieder gesund und glänzte durch eigene tolle Aktionen und gelungene Anspiele. Die Verder-Aller Mädels bauten immer mehr ab und hatten bis zum Ende keine Kraft mehr um das Spiel zu gewinnen. Großartige Leistung, wir haben alles gezeigt was wir können und uns mit dem Finalsieg belohnt. Unser Teamgeist und Einsatzwille sowie die tolle Unterstützung durch Trainer und Fans haben zu diesem Ergebnis geführt.

Der letzte Tag stand nur noch unter dem Zeichen „Nachhause Fahrt“. Früh mussten die Mädels aufstehen und das Klassenzimmer auf Vordermann bringen, noch ein kurzes Frühstück und schon ging es los. Die Rückreise ging ohne größere Vorkommnisse über die Bühne – wir kannten die Bahnhöfe noch gut von der Hinfahrt. Überglücklich, müde, erkältet, verletzt aber mit Pokal kamen wir spät abends wieder in München und wurden von unseren Eltern schon mit großer Vorfreude erwartet. Wir verabschiedeten uns alle schnell voneinander und wollten nur noch heim.

Es war eine tolle Reise, ein großes Abenteuer mit viel Handball, dem Begegnen anderen Kulturen und dem austesten von Grenzen. Wir danken dem Bezirksausschuss 23 für die großzügige Unterstützung!

 


In Lund waren:

Melina Georgines, Sarah Verweyen, Maya Pfleghar, Finja Priggemeyer, Marlene Münchow, Rebecca Beck, Jule Schilling, Katharina Ehlers, Nicola Ramsak, Tanina Leupold von Löwenthal, Sophie Ehreke, Leila Ott, Mirjam Grimm, Maria Lemmer, Antonia Maurer, Tom Münchow, Susanne Leupold von Löwenthal, Katharina Schulze