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Sep 26, 2020 • Kategorie: mA1
JBLH - mA1 Vorbericht

Können wir das schaffen?

Auch wenn die 2001er Jahrgänge sich Corona-bedingt vorzeitig Richtung Herren-Handball verabschieden mussten, hinterließen sie den nachfolgenden Jahrgängen das Geschenk der direkten Qualifikation zur Jugendbundesliga Handball (JBLH) 2020/21. Dies ist das Fundament für unser Münchener Team sich weiter als festen Bestandteil Deutschlands höchster Jugendhandballliga zu etablieren.

Der für Jugendmannschaften zum Saisonwechsel übliche Regelfall, dass sich die Besetzung der Mannschaft jahrgangsbedingt einem größeren Wechsel unterzieht, stellt auch dieses Jahr die Architekten der "Squadra Verde" um Cheftrainer Andi Krauß und Assistenztrainer Fabian Heck wieder vor eine Herausforderung. Um die Spieler, die bereits in der Vorsaison im jüngeren Jahrgang dabei waren und den neuen Kern der Mannschaft darstellen, gesellten sich einige neue Spieler beider Jahrgänge, für die die JBLH Neuland bedeutet.

Da der Beginn der ersten Trainingsphase mitten in die weitgehenden Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung fiel, begann die Vorbereitung mit virtuellen Trainingsanweisungen als Individualtraining mittels der mobilen Pläne von Athletiktrainer David Holzer. So waren alle auf einem sehr guten Fitnesslevel, als man wieder in das sehnlich erwartete Handballtraining einsteigen konnte.

Die folgenden zahlreichen Hallenzeiten wurden intensiv genutzt, um den neuen Akteuren aus u.a. Anzing, Fürstenfeldbruck oder Unterhaching die Spielphilosophie für die kommenden Saison zu vermitteln und aus den Spielern ein eingespieltes Team zu formen. Dabei war und ist das Ziel des Trainerstabes jeden Spieler individuell, aber auch im so wichtigen Zusammenwirken mit den Mitspielern zu fördern und die überdurchschnittlichen Talente aus dem Münchener Raum der Handballrepublik möglichst optimal weiter zu entwickeln.

In die Vorbereitungsphase gehören Trainingsspiele. Als auch diese Ende August wieder erlaubt wurden, fuhren unsere Jungs auf ein Einladungsturnier im schweizerischen Cressier am Genfer See. Die Spiele dort zeigten das Team auf einem sehr guten Weg, als am zweiten Turniertag- das Team wollte sich gerade für das erste Spiel des Tages besprechen- die Meldung wie eine Bombe einschlug: Ein positiver Corona-Testfall. War noch kurz vorher das "Problem" gewesen, wie man am besten das Fußball-Champions-League-Finale am Abend schauen könne, war nun auf einmal der komplette Vorbereitungserfolg in Gefahr. Durch die Quarantäne-Aussprachen war das ganze Team plötzlich für 14 Tage aus dem Verkehr gezogen. In der Folgewoche kein Trainingslager in Ungarn mit intensiven Trainings, Spielen (u.a. gegen Veszprém) und Teambuilding. Kein Turnier bei den Füchsen in Berlin zur Standortbestimmung. Anstatt den eingeschlagenen Weg weiter beschreiten zu können, wurde das Projekt fast zurück auf Null geschleudert.

14 Tage Quarantäne in den Sommerferien für 16-18-jährige Jungs, für manche die letzten freien Tage vor dem Berufsleben- doch in bewundernswerter Weise machten sie das Beste daraus. Zurück zum Training per Computer oder Handy; Zeitvertreib und Teambuilding durch virtuelle Events wie Kamel-Grillen und Online-Weißwurstfrühstück.

Auf der nächsten praktischen Spielgelegenheit nach dem Separierungsende, das heimische Turnier Ende September, konnte sich die Mannschaft noch nicht auf dem ursprünglich angestrebten Spielniveau zeigen, das war jedem klar. Trotzdem war das Potenzial zu sehen und nun muss man eben bis in die ersten Saisonspiele hinein versuchen, die verlorene Zeit bestmöglich wieder aufzuholen und zurück in die Spur zu finden.

Wegen der durch nicht planbare Rückschläge geprägten Vorbereitung ist es dann auch schwierig adäquate Ziele auszugeben. Trotzdem werden die Jungs bis zum Ende der Vorrunde im November alles daransetzen, wieder die direkte Qualifikation für die Folgesaison zu erreichen. Das bedeutet Platz 4 in der Abschlusstabelle und damit die Teilnahme an der Meisterrunde dieser Saison.

Die Mitstreiter um die Plätze in der Staffel Süd sind: HG Oftersheim/Schwetzingen, JSG Balingen/Weilstetten, der per Wildcard einzig weitere bayerische Vertreter HC Erlangen, TV Bittenfeld, Rhein-Neckar Löwen, HSG Konstanz, FRISCH AUF! Göppingen, TuS Helmlingen und die SG Pforzheim/Eutingen.

Wie realistisch dieses Ziel in diesem illustren Feld ist, lässt sich noch nicht einschätzen. Was sich aber gezeigt hat: Wenn die Mannschaft mit Aufwand und diszipliniert spielt, sich ihrer Stärken besinnt- nämlich technisch versierten, spielerischen und taktisch klugen Handball- und sich weiter als eingeschworenes Team präsentiert, dann kann sie viel erreichen. Dabei hat man den kleinen Vorteil auf seiner Seite, dass fünf der neun Vorrundenspiele in heimischer Halle ausgetragen werden.

Am kommenden Sonntag (27.09.20) geht es dann "endlich" los mit einem Auswärtsspiel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen. Diese einzuordnen ist noch nicht möglich, jedoch werden die Jungs alles daransetzen, dort eine gute Ausgangssituation für das erste Heimspiel in der Folgewoche (03.10.20) gegen JSG Balingen/Weilstetten und die weitere Saison zu schaffen.