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A-Jugend-Bundesliga: TSV Allach gewinnt 46:26 zu Hause gegen HSG Konstanz
Aufzeichnung unter www.tsvallach.de > Handball > Videos der Abteilung Handball
TSV-News im Detail
Sep 24, 2020 • Kategorie: mA1
JBLH - mA1 letzte Leistungsvergleiche

Quarantäne, Schatten und Licht

Am Wochenende vor dem Meisterschaftsbeginn traf sich die A-Jugend mit vier bayerischen Herren-Mannschaften zu einem letzten Vorbereitungsturnier in Allach. Die bewegenden Ereignisse der jüngeren Vergangenheit zeigten dabei noch ihre Wirkung.

Am für ein Handballspiel ungewohnten frühen Morgen war gleich die Herren-Landesligamannschaft aus dem eigenen Verein der Gegner, es ist immer etwas Besonderes, gegen die eigenen Leute zu spielen.. Woran es auch gelegen haben mag, das erste Spiel seit fast einem Monat war geprägt von Ungenauigkeiten. Im Angriff kam der gewünschte und bereits gezeigte Spielfluss nicht zustande, zu unvorbereitet waren oft die Abschlüsse. Ebenso bot die Abwehr zu viele Lücken an und ließ den Torhütern kaum Unterstützung zukommen. Entsprechend lagen die Jungs gleich einmal 0:4 zurück ehe in der 6. Minute das erste Tor gelang. Um bei leichter Leistungssteigerung diesen Rückstand zu egalisieren dauerte es bis zur 22.Minute. Doch da zusätzlich die Chancen-Auswertung zu wünschen übrig ließ konnte man lediglich einmalig zum 13:12 in Führung gehen, verlor das Spiel dann aber doch am Ende der 30-Minuten-Spielzeit mit 15:16.

Ein zweites Mal wollte sich die Mannschaft so nicht präsentieren und hatte in Spiel Zwei gegen den Bayernligisten SG Regensburg die Gelegenheit sich von einer anderen Seite zu zeigen. Präsenter und ballsicherer, aktiver und zielstrebiger war dieses Spiel von Anfang an. Ein zählbarer Rückstand kam nicht zustande, stattdessen erarbeitete man sich nach und nach gegen die körperlich deutlich überlegenen Gäste eine 10:6-Führung bis zur 19. Minute. Allerdings kam es in dieser Phase auch zu zwei sehr unschönen Aktionen der Gäste: Bei der einen war die direkte Folge, dass ein eigener Mitspieler mit dem Krankenwagen abgeholt, bei der anderen einer unserer Jungs Richtung Krankenhaus geschickt wurde - diesem blieb ein Cut, ein Irion-Tiriac-Gedächtnisbart und weicher Nahrung für die nächsten Tage. Dieses wie die anderen Spiele diente im Sinne der Vorbereitung auch der Erprobung diverser Varianten. Dass da nicht alles durchgehend rund lief ist eine erwartbare Folge. Der nie mehr gefährdete Erfolg lautete am Ende 14:12.

In das Turnier gefunden traf das Team als nächstes auf den Landesligisten TSV Niederraunau. Nach der Mittagspause dauerte es zwar etwas, um wieder richtig ins Spiel zu finden und das Spiel war bis in die 7. Minute bei 3:3 noch ausgeglichen. Dann aber waren die Jungs wieder da und konnten über 11:6 auf 15:7 in der 20. Minute davonziehen. Diese Entwicklung basierte einerseits auf der aufwändigen Abwehrarbeit, andererseits auf den ziel- und ballsicheren, spielerisch starken und schnellen Angriffsaktionen. Am Ende stand ein verdienter 20:14-Erfolg.

Als letzter Gegner des Tages stellten sich die Akteure von Trainer Andi Krauß dem Bayernliga-Team des Nachbarn und Zweitligavereins vom TuS Fürstenfeldbruck. Diesmal von Anfang an gut im Spiel agierte die Abwehr konsequent und unterstütze damit auch in hervorragender Manier den gut aufgelegten Torhüter. Das Angriffsspiel lief flüssig und auf hohem Niveau beim Tempo und im spielerischen Bereich. Die logische Konsequenz eine 6:1-Führung in der 8. Minute, die bis zur Spielzeithälfte noch bis auf 13:6 ausgebaut wurde. Im weiteren Verlauf war die Effektivität nicht mehr ganz so hoch. Das Endergebnis fiel jedoch mit 24:14 recht erfreulich aus und bildete einen zufriedenstellenden Abschluss dieses Handballtages.

Nach der Corona-Quarantäne-bedingten Pause waren einerseits die leider zu erwartenden Spielpraxis-Defizite zu erkennen. Anstatt nach den guten Spielen am 22. August in der Schweiz beim anschließend geplanten Trainingslager in Ungarn auf dem damaligen Stand aufbauen zu können und bei den Füchsen Berlin ein Turnier auf höchstem Jugendniveau zu bestreiten, waren die Spieler erst einmal für 14 Tage aus dem Verkehr gezogen. Das tut auch im Nachhinein noch weh, da sich der Leistungsstand folglich noch nicht auf dem angestrebten Level befindet. Auf der anderen Seite zeigte das Team, dass es immer, wenn es den Aufwand betreibt, sich diszipliniert an die taktischen Konzepte des Trainerteams hält und im Angriff mit vorwiegend spielerischen Mitteln agiert, richtig viel Potenzial für erfolgreichen und attraktiven Handball hat.

Es wird sicherlich kein optimal vorbereiteter Saisonstart am kommenden Sonntag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen. Wenn das Team es aber schafft seine Stärken auszuspielen kann es sich und allen Freunden des Allacher Jugendbundesliga-Handballs in der anstehenden Saison wieder viel Freude bereiten.